PRENATUS e.V.
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Verein zur Förderung des gesellschaftlichen Bewusstseins für die Bedeutung des vorgeburtlichen Lebens und Erlebens

 

 

Der Verein

 

Der Verein hat den Zweck, in der Gesellschaft Bewusstsein zu schaffen für die Auswirkungen vorgeburtlicher Erlebnisse auf das spätere Leben; relevante Informationen über das vorgeburtliche Leben zu sammeln, zu erstellen und zu verbreiten. Künftige Eltern sollen dabei unterstützt werden, ihrem Kind eine harmonische seelische und körperliche Entwicklung zu ermöglichen. Unsere Vision ist eine Welt, in der alle Kinder, auch schon vorgeburtlich, würde- und respektvoll behandelt und ihnen Verständnis und Empathie entgegengebracht werden. Dazu gehört auch die Zeit vor und während der Konzeption. In eine solche Welt kann jedes Kind hineinwachsen mit der Befähigung zu lieben und zu vertrauen.

  Der Satzungszweck wird verwirklicht durch die Durchführung von wissenschaftlichen Veranstaltungen in Form von Vorträgen beispielsweise in Kindergärten, Schulen,  Schwangerschafts-, Erziehungs- und Familienberatungsstellen über die Bedeutung der Vorgeburtlichkeit; durch die Mitarbeit an der Erstellung eines Programms für die Ausbildung zum/zur "Pränatalen Begleiter/Begleiterin"; durch die Veröffentlichung und Verbreitung relevanter Publikationen zum Thema Schwangerschaft und vorgeburtliches Leben in Form von Handzetteln, Broschüren, Büchern, digitalen Medien, Homepages, sowie Teilnahme an sozialen Netzwerken; durch die Durchführung von Aktionen in der Öffentlichkeit zum Zwecke der Aufklärung aller Gesellschaftsschichten über vorgeburtliche Prägungen und deren Auswirkungen auf das allgemeine Gesundheitssystem.

Des Weiteren durch die Veranstaltung und Teilnahme an medizinischen, psychologischen, pädagogischen und anderen bildungswirksamen Kursen, Seminaren und Kongressen zur Weiterbildung und Multiplikation; durch die Unterstützung der vorgeburtlichen Eltern-Kind-Bindung und Beziehung; durch die Auswertung von Forschungsaufträgen, sowie die Verbreitung ihrer Ergebnisse;  durch Informationsveranstaltungen an Fachhochschulen, Universitäten und anderen Ausbildungseinrichtungen der unterschiedlichsten Berufsrichtungen mit dem Ziel, grundlegende Kenntnisse vorgeburtlicher Forschung und deren Ergebnisse in Lehrpläne einfließen zu lassen und letzendlich durch die Zusammenarbeit mit öffentlichen und freien Trägern, wie Ämter und Behörden, Ministerien, Krankenkassen und wesensähnlichen Vereinen, Verbänden und Stiftungen zur Verbreitung von Informationen über das vorgeburtliche Leben.


VERZEICHNIS DER IM PRÄNATEN BEREICH TÄTIGEN THERAPEUTEN UND THERAPEUTINNEN GEGLIEDERT NACH BUNDESLÄNDERN:

1. Baden-Württemberg



2. Bayern

Susanne Blauth-Kobilke

Ärztin
Psychotherapie und Psychoanalyse für Erwachsene, Kinder und Jugendliche (DGPT, MAP)
Säuglings -Kleinkind -Elterntherapeutin (SKEPT)
Herzogstraße 1, 80803 München
0172 4 26 26 26
www.blauth-kobilke.de





3. Berlin



4. Brandenburg



5. Bremen



6. Hamburg



7. Hessen



8. Mecklenburg-Vorpommern



9. Niedersachsen



10. Nordrhein-Westfalen

      Karin Klein
      Körpertherapeutin für die gute Bindung
      Ferdinand-Schmitz-Str. 1
      50969 Köln
      Tel.: 0221-56933349
      karin@karinklein.koeln
      www.karinklein.koeln


11. Rheinland-Pfalz



12.  Saarland



13. Sachsen

Elisabeth Kurth

Stillpraxis
Augustusweg 46
01445 Radebeul 
0351 830 34 78
kurth@stillpraxis.de
www.stillpraxis.de Still- und Elternberaterin, Körpertherapeutin, Bindungsanalytikerin mit folgenden Angeboten:  
Professionelle Hilfe bei Stillproblemen aller Art
Beratung für Eltern von Babys mit Schrei-, Schlaf- und Eßstörungen
Pränatale und Geburtstherapie (Trauma-Therapie)
Emotionelle Erste Hilfe in Krisen nach der Geburt (EEH)
Beratung für Eltern in Erziehungskrisen
Beratung bei (leichten) Wochenbettdepressionen
Babymassage-Kurse nach Leboyer hmetterlingsmassage nach Dr. Eva Reich
Craniosacrale Körperarbeit
Bindungsanalyse

Trageberatung für alle gängigen Techniken

Aus- und Weiterbildungen für med. Fachpersonal und Stillberaterinnen
Fachfilme und Vorträge für Schüler, werdende und junge Eltern und Großeltern
Themen: Körpertherapie, Beratung, Pädagogische Angebote, Schwangerschafts-
und Geburtsbegleitung




Dr. med. Veronika Sowa
Fachärztin für Allgemeinmedizin
Homöopathie & Reisemedizin
Mutter-Kind-Bindungsanalyse 
Karl-Heine-Str. 101
D 04229 Leipzig
privatpraxis@sowanet.de
www.sowanet.de
Tel 0172-3652525
Tel 0341-26697112
  

14. Sachsen-Anhalt



  15. Schleswig-Holstein



16.  Thüringen

 

 

Alle aufgeführten TherapeutInnen sind PRENATUS Mitglieder. Weitere Adressen finden Sie unter: www.bindungsanalyse.de




Literaturempfehlungen


Bettina Alberti, Die Seele fühlt von Anfang an, Wie pränatale Erfahrungen unsere Beziehungsfähigkeit prägen, Kösel Verlag, München, 2005.

Ute Auhagen-Stephanos, Damit mein Baby bleibt, Zwiesprache mit dem Embryo von Anfang an, Kösel Verlag, München, 2009.

Alfred R. und Bettina Austermann, Das Drama im Mutterleib, Der verlorene Zwilling, Königsweg Verlag Berlin, 2012.

Alfred R. und Bettina Austermann, Ich habe meinen Zwilling verloren, Allei geborene erzählen, Eine Entdeckungsreise für Suchende, Königsfeld Verlag, Berlin, 2013.

Bernard W. Bail, die Inschrift der Mutter, Prägung des ungeborenen Lebens durch das unbewusste der Mutter, Mattes Verlag, Heidelberg, 2007.

Irene Behrmann und Marianne Sturm, Leben und Geburt, Pränatal Zeit -  Geburt, Kaiserschnitt - Frühe Kindheit, Regressionstherapeutische Dokumente, Mattes Verlag, Heidelberg, 2014.

Christina Berndt, Resilienz, das Geheimnis der psychischen Widerstandskraft, Deutscher Taschenbuch Verlag, München, 2013.

Marie-Andrée Bertin, Das Wunder des werdenden Lebens, Bewusste Elternschaft zum Wohle des Kindes, der Familie und der Gesellschaft, Rosenblatt Verlag 2003.

Helga Blazy, Und am Anfang riesige Räume … und dort erschien das Baby, Berichte aus dem intrauterinen Raum, Mattes Verlag, Heidelberg, 2014.

Helga Blazy, Der Neuland Seefahrer beginnt die Reise, Darstellung neuer Erfahrungen aus der Bindungsanalyse, Mattes Verlag Heidelberg, 2016.

Helga Blazy, Wie wenn man eine innere Stimme hört, Bindung im pränatalen Raum, Mattes Verlag, Heidelberg, 2009.

Helga Blazy, Gespräche im Innenraum, Intrauterine Verständigung zwischen Mutter und Kind, Mattes Verlag, Heidelberg 2012.

Erich Blechschmidt, Wie beginnt das menschliche Leben, Vom Ei zum Embryo, Christiana Verlag, 2002.

Annika C. Botzke-Hoch, Faktoren pränataler Beziehung, Eine Explorationsstudie, Grin Verlag 2013.

Karl Heinz Brisch und Theodor Hellbrügge, Die Anfänge der Eltern Kind Bindung, Schwangerschaft, Geburt und Psychotherapie, Klett Cotta Verlag, Stuttgart, 2007.

David Chamberlain, Woran Babys sich erinnern, Über die Anfänge unseres Bewusstseins im Mutterleib, Kösel Verlag, München, 2013.

Theresia Maria de Jong, Im Dialog mit dem ungeborenen, ViaNova Verlag, Petersberg, 2004

William Emerson, Behandlung von Geburtstraumata bei Säuglingen und Kindern, Mattes Verlag, Heidelberg, 2012.

Erik Händeler, die Geschichte der Zukunft, Joh. Brendow und Sohn Verlag, Moers, 2005.

Thomas Harms, Auf die Welt gekommen, Die neuen Babytherapien, Ulrich Leutner Verlag, 2000.

Hengstschläger M., Die Macht der Gene, Schön wie Monroe, schlau wie ein Stein, Piper Verlag, 2006.

Sven Hildebrandt, et. al., Ich spüre - also bin ich, Bedürfnisse vorgeburtlicher Kinder und ihrer Eltern im Spannungsfeld zwischen geburtskulturellen Entwicklungen, Gesundheitspolitik, Grundrechten, Ethik und Ökonomie, Mattes Verlag, Heidelberg, 2015.

Sven Hildebrandt, et. al., Wurzeln des Lebens, Die pränatale Psychologie im Kontext von Wissenschaft, Heilkunde, Geburtshilfe und Seelsorge, Mattes Verlag Heidelberg, 2012.

Sven Hildebrandt, et. al., Bindung und Geburt im transgenerationalen Kontext, Geburt als Resilienzfaktor seelischer Gesundheit - seelische Gesundheit als Resilienzfaktor der Geburt, Mattes Verlag, Heidelberg, 2016.

Sven Hildebrandt, et. al., Schwangerschaft und Geburt prägen das Leben, Mattes Verlag, Heidelberg, 2015.

Sven Hildebrandt, et. al., Kaiserschnitt, Mattes Verlag, Heidelberg, 2014.

Sven Hildebrandt, et. al., Verborgene Wahrheiten, Der verantwortungsvolle Umgang mit Erinnerungen aus unserer frühesten Lebenszeit, Mattes Verlag Heidelberg, 2013.

Wolfgang H. Hollweg, Von der Wahrheit, die freimacht. Erfahrungen mit der tiefenpsychologischen Basistherapie, Mattes Verlag, Heidelberg, 1995.

Gerald Hüther, Etwas mehr Hirn bitte, Vandenhoek und Ruprecht Verlag, Göttingen, 2015.

Gerald Hüther, Die Macht der inneren Bilder, Wie Visionen das Gehirn, den Menschen und die Welt verändern, Vandenhoek und Ruprecht Verlag, Göttingen, 2008.

Gerald Hüther, Was wir sind und was wir sein könnten. Ein neurobiologischer Mutmacher, S. Fischer Verlag, 2011.

Gerald Hüther, W. Roth, M. Brück, Damit das Denken einen Sinn bekommt, Herder Verlag 2009.

Gerald Hüther, I. Krens, das Geheimnis der ersten neun Monate, Beltz Verlag, 2015.

Jahrbuch der psychohistorischen Forschung, Bd. 16, Verantwortung für unsere Gefühle, Herausgeber L. Janus et.al, Mattes Verlag, Heidelberg, 2015.

Arthur Janov, Vorgeburtliches Bewusstsein, Das geheime Drehbuch, dass unser Leben bestimmt, Scorpio Verlag, 2011.

Ludwig Janus, Geburt, psychosozial Verlag Gießen, 2015.

Ludwig Janus, Die Psychoanalyse der vorgeburtlichen Lebenszeit und der Geburt, Psychosozial Verlag Gießen, 2000.

Ludwig Janus, Die pränatale Dimension in der Psychotherapie, Mattes Verlag, Heidelberg, 2013.

Ludwig Janus, Der Seelenraum des Ungeborenen, Pränatale Psychologie und Therapie, Patmos Verlag, 2013.

Ludwig Janus, Die pränatale Dimension in der psychosomatischen Medizin, Psychosozial, 134, Psychosozial Verlag, Gießen, 2013.

Ludwig Janus, Helga Levend, Bindung beginnt vor der Geburt, Mattes Verlag, Heidelberg.

Ludwig Janus und Sigrun Haibach, Seelisches Erleben vor und während der Geburt, LinguaMed Verlag, Neu-Isenburg, 1997.

Ludwig Janus, Klaus Evertz, Lehrbuch der pränatalen Psychologie, Mattes Verlag, Heidelberg, 2014.

Ludwig Janus, Wie die Seele entsteht, Mattes Verlag, Heidelberg, 2011.

Bernhard Kegel, Epigenetik. Wie unsere Erfahrungen vererbt werden, Dumont Verlag, Köln, 2015.

Bruce Lipton, Intelligente Zellen, Wie Erfahrungen unsere Gene steuern, Koha Verlag, 2007.

Bruce Lipton, Der Honeymoon Effekt, Liebe geht durch die Zellen, Koha Verlag, 2014,

Rüdiger Lorenz, Salutogenese, Grundwissen für Psychologen, Mediziner, Gesundheits- und Pflegewissenschaftler, Ernst Reinhardt Verlag, München, 2005.

Siegfried Lorenz, Wie das Seelenleben des Kindes schon im Mutterleib geformt wird, Die vorgeburtliche Kommunikation zwischen Mutter und Kind und ihre Bedeutung für die psychische Entwicklung des Kindes, Verlag für Wissenschaft und Bildung, Berlin, 1993.

Wendy Anne McCarty, Ich bin Bewusstsein, Babys von Anfang an als ganzheitliche Wesen willkommen heißen, Ein integratives Modell frühkindlicher Entwicklung, Innenwelt Verlag, Köln, 2013.

Astrid-Meyer-Schubert, Mein erstes Universum, Welt und Würde des vorgeburtlichen Kindes, Be&Be Verlag, Heiligenkreuz, Österreich, 2015.

Michel Odent, Es ist nicht egal, wie wir geboren werden, Risiko Kaiserschnitt, Mabuse Verlag, Frankfurt, 2015.

Plassmann, R., Einführung in die prozessorientierte Psychotherapie, Rothenburg-Vortragstexte, 2012.

Jenö Raffai, György Hidas, Nabelschnur der Seele, Psychosozial Verlag, Gießen, 2010.

Jenö Raffai, Gesammelte Aufsätze, Mattes Verlag Heidelberg, 2015.

Otto Rank, Das Trauma der Geburt und seine Bedeutung für die Psychoanalyse, Psychosozial Verlag, Gießen, 2007.

Otto Rank, Technik der Psychoanalyse, Bd. I-III, Psychosozial Verlag Gießen, Neuausgabe 2006.

Franz Renggli, Das goldene Tor zum Leben, Wie unser Trauma aus Geburt und Schwangerschaft ausheilen kann, Arcana Verlag, München, 2013.

Giacomo Rizzolatti, Corrado Sinigaglia, Empathie und Spiegelneurone. Die biologische Basis des Mitgefühls, editon unseld, Suhrkamp, Frankfurt, 2008.

Gerhard Roth, Nicole Strüber, Wie das Gehirn die Seele macht, Klett-Cotta Verlag, Stuttgart, 2014.

Gerhard Roth, Aus Sicht des Gehirns, Suhrkamp Verlag, 2009.

Gerhard Roth, Persönlichkeit, Entscheidung und Verhalten, Klett Cotta Verlag, 2015.

Hanspeter Ruch, Unsere Geschichte - unser Potenzial, Wie vorgeburtliche Erlebnisse und Geburt unser Leben prägen, ViaNova Verlag, Petersberg, 2001.

Franz Ruppert, Frühes Trauma, Schwangerschaft, Geburt und erste Lebensjahre, Klett Cotta Verlag, Stuttgart, 2015

Barbara Schlochow, Gesucht: Mein verlorener Zwilling, Liebe und Tod am Beginn des Lebens, Editions à la Carte, Zürich, 2011

Susanne Schulze, Kurzlehrgang Embryologie, Urban und Fischer Verlag, München, 2006.

Spitzer M., Lernen- Gehirnforschung und die Schule des Lebens, Spektrum Verlag, Heidelberg und Berlin, 2009.

Evelyne Steinemann, Der verlorene Zwilling, Wie ein vorgeburtlicher Verlust unser Leben prägen kann, Kösel Verlag, München, 2007.

Daniel Stern, Der Gegenwartsmoment. Veränderungsprozess in Pschoanalyse, Psychotherapie und Alltag, Brandes & Apsel Verlag, Frankfurt, 2007.

Hanna Strack, Spirituelle Reise zur Gebärmutter, ATE Edition, Münster, 2014.

Nicole Strüber, Die erste Bindung, Klett Cotta Verlag, Stuttgart, 2016

Ilka-Marie Thurmann, Kaiserschnitt heilsam verarbeiten, Mabuse Verlag, Frankfurt am Main, 2015.

Thomas Verny, Pamela Weintraub, Das Baby von morgen, Bewusstes Elternsein von der Empfängnis bis ins Säuglingsalter, Rogner und Bernard Verlag, Hamburg, 2001.

JoannaWilheim, Unterwegs zur Geburt, Eine Brücke zwischen dem Biologischen und dem Psychischen, Mattes Verlag, Heidelberg, 1995.



Literatur zum Thema: Der alleingeborene Zwilling


Alfred R. Austermann; Bettina Austermann, Das Drama im Mutterleib, Der verlorene Zwilling, Königsweg Verlag, Berlin 2012.

Alfred R. Austermann; Bettina Austermann, Ich habe meinen Zwilling verloren, Alleingeborene erzählen, Eine Entdeckungsreise für Suchende, Königsfeld Verlag, Berlin, 2013.

Alfred R. Austermann; Bettina Austermann, Le syndrome du jumeau perdu, Le Souffle d'Or, 2007.

Brent H. Babcock, My Twin Vanished, Did Yours? - The Vanishing Twin Crisis, Tate Publishing, USA, 2009.

Peter Bourquin, Carmen Cortés, Der allein gebliebene Zwilling, Innenwelt Verlag, 2016.

Jim Cogley, The Twinless Self, Ireland, 2010.

Althea Hayton, Untwinned, Wren Publications, 2007.

Althea Hayton, A Healing Path for Womb Survivors, Wren Publicationsm 2012.

Claude Imbert, Un seul être vous manque. Auriez-vous eu un jumeau? Editions Visualisation Holistique, Paris, 2004.

Joan Woodward, The Lone Twin, Understanding Twin Bereavement and Loss, Free Association Books, 2010.

Englische Fachliteratur

Nessa Carey, The Epigenetics Revolution, How Modern Biology is Rewriting Our Understanding of Genetics, Disease and Inheritance, Iconbooks, UK, 2012.

David Chamberlain, Windows to the Womb, North Atlantic Books, Berkeley, CA. USA, 2013.

David Chamberlain, The Mind of the New Born Baby, North Atlantic Books, Berkeley, CA, USA, 1998,

Dawson Church, The Genie in Our Genes, Epigenetic Medicine and the New Biology of Intention, Energy Psychology Press, USA, 2014.

Boris Cyrnlnik, Resilience, Penguin Group, 1999.

Lloyd DeMause, Foundation of Psychohistory, Creative Roots. Inc., USA, 1982.

Robin Grille, Parenting for a Peaceful World, The Children's Project, UK, 2008.

Elisabeth Hallett, Stories of the Unborn Child, Writers Club Press, 2002.

Arthur Janov, Primal Healing, New Page Books, 2007.

Ludwig Janus, The Enduring Effects of Prenatal Experiencing, Echoes from the Womb, Mattes Verlag, Heidelberg, 2001.

Mia Kalef, The Secret Life of Babies, Emerging Families, 2008.

Joseph Ledoux, The Emotional Brain, Phoenix-Orion Books, UK, 1998.

Marshall H. Klaus; John H. Kennell; Phyllis H. Klaus, Bonding, Building the Foundations of Secure Attachment and Independence, Persens Publishing, 1995.

Annie Murphy Paul, How the Nine Months before Birth Shape the Rest of Our Lives, Simon and Schuster, Free Press, 2010.

Peter Nathanielsz, The Prenatal Prescription, The Groundbreaking Programme to Safeguard Your Child's Future Health,Vermilion, London, 2001.

Elisabeth Noble, Primal Connections, Simon and Schuster, A Fireside Book, 1993.

Michel Odent, Primal Health, Understanding the Critical Period between Conception and the First Birthday, Clairview Books, US, 2007.

Alessandra Piontelli, From Fetus to Child, The New Library of Psychoanalysis, Routledge, London, 1992.

Roy Ridgeway; Simon H. House, The Unborn Child, Beginning a Whole Life and Overcoming Problems of Early Origin, Karnac Publications, London, 2006.

Daniel Siegel, The Mindful Brain, W.W. Norton Publishers, USA, 2007.

Daniel Siegel; Mary Hartzell, Parenting from the Inside Out, Scribe Publishers, Melbourne, 2014

Maia Szalavitz; Bruce Perry; Born for Love – Why Empathy is Essential and Endangered, Harper Collings Publishers, USA, 2010.

Shirley Ward, Fractals from the Womb, A Journey through Pre- and Perinatal Psychotherapy, Createspace, Amazon Company, USA, 2014.

Ann Diamond Weinstein, Penatal Developmnt and Parents' Lived Experiences, How Early Events Shape our Psychophysiology and Relationships, W.W. Norton, New York, 2016.

Laurel Wilson; Tracy Wilson Peters, The Attachment Pregnancy, The Ultimate Guide to Bonding with Your Baby, Adams Media, USA, 2014.

Französische Fachliteratur

Marie-Andrée Bertin, L'éducation prénatale naturelle, Edition du Dauphin, Paris, 2012.

Nathalie Brücher; Marie-Claire Busnel, Nommer ce langage indicible, Quand le bébé parle depuis le ventre de sa mère, HD Temoignage, Auxerre, 2015.

Marc-André Cotton, Au nom du père, Les années Bush et l'héritage de la violence éducative, Editions l'Instant Présent, 2014.

Jean-Marie Delassus, Le génie du foetus, Vie prénatale et origine de l'homme, Dunod Editions, Paris, 2001.

Francoise Dolto, Tout est langage, Succès du Livre, 1987.

Catherine Gueguen, Pour une enfance heureuse, Repenser l''éducation à la lumière des dernières découvertes sur le cerveau, Pocket, Paris, 2014.

Nicole Guedeney, L'attachement, un lien vital, Editions Faber.

Claude Imbert, L'avenir se joue avant la naissance, la thérapie de la vie intra-utérine, Editions Visualisaton Holistique, Paris.

Ludwig Janus, Introduction à la psychologie prénatale (périnatale), Le Souffle d'Or, Gap, 2015.

Marie F. Mongan, HypnoNaissance, Quotidien-Malin Editions, 2014.

Jean-Pierre Relier, L'aimer avant qu'il naisse, Le lien mère-enfant avant la naissance, Réponses, Editions Robert Laffont, Paris, 1993.

Pierre Renard, L'univers de l'enfant avant la naissancé, Editions du Dauphin, Paris, 2003.

Miriam Szejer, Des mots pour naître, l'écoute psychanalytique en maternité, Gallimard, 1997.

Alfred Tomatis, Neuf mois au paradis, Histoires de la vie prénatale, Ergo Press, 1989.

Thomas Verny, la vie secrète de l'enfant avant sa naissance, Editions Grasset, Paris, 1981.

Forschungsberichte


(1) Vorgeburtliche Beziehungsförderung, Dr. Sabine Buchebner-Ferstl, Dr. Christine Geserick, Dokumentation von Erfahrungen mit der Methode der Bindungsanalyse,  Österreichisches Institut für Familienforschung an der Universität Wien, Januar 2016.

(2) Die Mutter-Kind-Bindungsanalyse nach Raffai und Hidas als Element der Hebammenarbeit, Brunhild Schmid, Abschlussarbeit zur Erlangung des akademischen Grades „Master of Midwifery“, Fachhochschule Salzburg, September 2015.

(3) Regulationsstörungen der frühen Kindheit: Ein- und Durchschlafstörungen aus bindungstheoretischer Sicht. Diplomarbeit Anke Heymans, Fach Erzeihungswissenschaften, Humanwissenschaftliche Fakultät, Heilpädagogik und Rehabilitation, Universität zu Köln, März 2009.

(4) Doktorarbeit „Prenatal Stress and Its Effect on Infant Development, Anja Christina Huizink, Universität Utrecht, 2000.


 

 

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Auf dieser Seite werden relevante Artikel veröffentlicht, die sich auf das vorgeburtliche Leben und Erlebens des ungeborenen Kindes beziehen.


Artikel 1

Selbstregulierungsstörungen beim Neugeborenen

Die häufigsten Ausdrucksformen frühkindlicher Selbstregulationsstörungen betreffen exzessives Schreien, Probleme mit der Wach-/Schlafregulation, Bewegungsunruhe, Probleme der emotionalen Verhaltensregulation wie Trotzattacken oder Aggressionen. Es gilt inzwischen als erwiesen, dass die Selbstregulationsstörungen bei Säuglingen und Kleinkindern in kausalem Zusammenhang mit der elterlichen Bindungsfähigkeit und -qualität stehen.

Gemäß den diagnostischen und therapeutischen Leitlinien der „Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie“ werden Regulationsstörungen folgendermaßen definiert: „Unter Regulationsstörung wird eine für das Alter bzw. den Entwicklungsstand des Säuglings bzw. Kleinkindes außergewöhnliche Schwierigkeit verstanden, sein Verhalten in einem, häufig aber in mehreren Interaktions- und regulativen Kontexten (Selbstberuhigung, Schreien, Schlafen, Füttern, Zwiegespräch und Spiel, kurze Trennung, Grenzsetzung u.a.) angemessen zu regulieren. Regulationsstörungen äußern sich in Alters- und Entwicklungsphasen typischen kindlichen Symptomen und bestehen typischerweise aus einer Kombination von gestörter Regulation des kindlichen Verhaltens, assoziierten elterlichen physischen und psychischen Belastungen, sowie belasteten oder gestörten Interaktionen zwischen dem Säugling bzw. Kleinkind und seinen primären Bezugspersonen.“

Man versteht unter Selbstregulierung die Fähigkeit, die eigenen Impulse und Bedürfnisse mit den von außen kommenden Anforderungen in Einklang zu bringen. Die Selbstregulierungskompetenz ist ein elementarer Faktor bei der Entwicklung der seelischen Gesundheit. Wenn das Baby beispielsweise langanhaltend und durchdringend schreit, gerät dadurch sein körperliches Erregungssystem, also das autonome Nervensystem, aus dem Gleichgewicht, und eine große Menge von Adrenalin wird freigesetzt.

In den ersten Lebensjahren muss das Kind zahlreiche Entwicklungsaufgaben bewältigen, die körperliche und emotionale Selbstregulierungsfähigkeiten erfordern. Diese Fähigkeit ist zu Beginn sehr eingeschränkt, doch mithilfe der Unterstützung durch seine Bezugspersonen wird das Kind in die Lage versetzt, diese Fähigkeiten zu entwickeln.

Eine sichere Bindung beeinflusst positiv die Hirnentwicklung des Säuglings und des Kleinkindes. Die Art der Beziehung der Eltern zu ihrem Kind und wie sie sich gestaltet, bewirkt bestimmte Vernetzungen zwischen den Gehirnzellen des kindlichen Großhirns. Je nach den emotionalen Reaktionen der Eltern werden im Gehirn des Kindes Verbindungen geknüpft, die es später im Leben dazu befähigen werden, mit Stress positiv umzugehen, stabile Beziehungen einzugehen, aber auch Wut, Frust und Ärger zu handhaben und vor allen Dingen Empathie anderen Menschen gegenüber zu empfinden und zu zeigen.

Außerdem werden die Gehirnzellen durch biochemische Stoffe und Hormone aktiviert, zu ihnen gehört beispielsweise Oxytocin, das die Mutter-Kind Bindung unterstützt und das dann ausgeschüttet wird, wenn ein Kind von seiner Bezugsperson in den Arm genommen und getröstet wird. Geht die Bezugsperson auf den emotionalen Schmerz des Kindes ein, wird die Entwicklung effizienter Stressregulationssysteme in seinem Hirn gefördert. Werden Kinder in derartigen Situationen alleingelassen, werden sie im späteren Leben mit Angst reagieren, wenn sie körperliche Erregungszustände fühlen.

Die elterlichen Bindungsmodelle haben sich auf der Grundlage der eigenen kindlichen Bindungserfahrungen strukturiert. Hierbei ist entscheidend, wie diese Erfahrungen rückblickend wahrgenommen werden und welche Bedeutung die Eltern ihnen für das aktuelle Leben beimessen. Geschieht das nicht, können die eigenen frühkindlichen Erfahrungen zum Beispiel der Mutter die Kommunikation mit dem Baby beeinträchtigen. Wenn eine Frau Mutter wird, geschieht es oft, dass ihre bindungsrelevanten Kindheitserlebnisse, also ihre frühkindlichen Beziehungserfahrungen teils bewusst teils unbewusst wieder zu Tage treten. Gibt es bestimmte Risikofaktoren, wie zum Beispiel eine problematische Partnerbeziehung, fehlende soziale Unterstützung, belastete oder traumatische Kindheitserfahrungen und psychische Störungen der Eltern, kann die emotionale Verfügbarkeit der Eltern für das Baby gehemmt werden.

Insgesamt gesehen, gibt es in diesem Zusammenhang prä-, peri- und postnatale Risikofaktoren. Zu den pränatalen Risikofaktoren gehören beispielsweise vorausgegangene Fehlgeburten, Unfruchtbarkeitsbehandlung, pränataler Stress, Ängste, Depressionen oder ausgeprägte Partnerschaftskonflikte. Perinatale Risikofaktoren betreffen z.B. traumatisierende Geburtsverläufe. Postnatale Risikofaktoren können bestimmte neurologische Auffälligkeiten des Kindes, wiederkehrende Infekte, psychische Störungen, aber auch traumatisierende frühe Beziehungserfahrungen der Mutter, Partnerschaftskonflikte oder soziale Isolation sein. Kommen mehrere dieser Risikofahrerfaktoren zusammen, sind Ausmaß, Dauer und Beharrlichkeit der frühkindlichen Regulationsstörungen umso stärker. Diese Störungen lassen sich in drei Symptomkategorien aufteilen: 1. Verhaltensauffälligkeit des Säuglings in einem oder mehreren Entwicklungsbereichen: 2. ein Überlastungssyndrom der Mutter oder beider Eltern und 3. eine gestörte Interaktion zwischen Kleinkind und Eltern. Die Schwere einer Regulationsstörung wird nach Dauer, Anzahl der betroffenen Bereiche, dem Ausmaß bestimmter Entwicklungsrückstände und dem Belastungsgrad der Eltern-Kind-Beziehung bestimmt.

Bei den erwachsenen Bezugspersonen werden hinsichtlich ihrer Bindungsbeschaffenheit folgende Unterschiede getroffen: Es gibt autonome oder sichere, abweisende, verstrickte oder ungelöste, desorganisierte Erwachsene. Eltern der ersten Kategorie sprechen offen über ihre Bindung zu den eigenen Eltern und sind in der Lage, sowohl positive als auch negative Eigenschaften der Eltern zu erinnern. Erwachsene, die zur zweiten Kategorie gehören, geben an, sich nicht daran erinnern zu können, wie die Bindung zu ihren Eltern beschaffen war. Allerdings werten sie ihre Bindungserfahrungen oft ab. Verstrickte Erwachsene sind immer noch sehr auf die eigenen Eltern fokussiert, denn sie scheinen sich aus oft verwirrenden und aggressionsgeladenen Bindungserfahrungen noch nicht herausgelöst zu haben. Möglicherweise liegen hier unverarbeitete traumatische Trennungs- und Verlusterfahrungen in der eigenen Kindheit oder auch Missbrauch vor.

An dieser Stelle ist es angebracht, kurz auf die verschiedenen Bindungsmuster einzugehen. Unterschieden werden zuerst einmal vier Hauptmuster: Die sichere Bindung, die unsicher- vermeidende Bindung, die unsicher-ambivalente Bindung und die desorganisierte Bindung, wobei letztere einen hohen Risikofaktor für die kindliche Entwicklung darstellt.

Die sichere Bindung zeichnet sich aus durch ein feinfühliges, mütterliches Eingehen auf die Bedürfnisse des Säuglings oder Kleinkindes, wobei Feinfühligkeit eine aufmerksame Wahrnehmung der Bedürfnisse des Kindes, die richtige Deutung der Äußerungen des Kindes und die sofortige und angemessene Reaktion auf die kindlichen Signale ist. Mütter, die feinfühlig auf das Verhalten ihres Kindes reagieren, sind kooperativer, weniger übergriffig, verlässlich und vertrauenswürdig. Die sichere Bindung ist die optimale Bedingung, damit der Säugling oder das Kleinkind seine jeweiligen Entwicklungsaufgaben effizient bewältigen kann.

Bei dem unsicher-vermeidenden Bindungsmodell fallen die unsicher gebundenen Kinder durch vermehrtes Weinen und Klagen auf, können selbst kurze Trennungen von der Mutter nicht ertragen. Sie haben ihre Mutter in bindungsrelevanten Situationen regelmäßig als zurückweisend und emotional ausdrucksarm erlebt und aufgrund dessen haben diese Kinder gelernt, dass sie Bindung vermeiden und ihre Bindungsbedürfnisse unterdrücken müssen.

Die unsicher-ambivalente Bindung ist geprägt durch Unbeständigkeit im Verhaltensrepertoire der Bezugspersonen. Einerseits haben die Kinder die Erfahrung gemacht, dass sie liebevoll umsorgt werden und positive Reaktionen auf ihre Signale erhalten, andererseits aber auch, dass sie in kritischen Zeiten auf sich alleine gestellt waren. Das Verhalten der Mütter in dieser Kategorie wird als ignorierend oder einmischend bezeichnet. Die Kinder, die diese Erfahrungen gemacht haben, verhalten sich ebenso unbeständig, auf der einen Seite suchen sie intensiv die Nähe der Bezugsperson, auf der anderen Seite haben sie eine niedrige Frustrationsschwelle und sind schwer zu beruhigen. Sie fühlen sich sehr verunsichert aufgrund der fehlenden Verlässlichkeit und der Unvorhersehbarkeit der mütterlichen Reaktionen.

Bei der letzten Kategorie der organisierten Bindung ist das Verhalten der Kinder extrem auffällig. Sie zeigen stereotype Bewegungen, erstarren oder verlangsamen ihre Bewegungen oder ihren Ausdruck und zeigen sogar Angst vor ihren Bezugspersonen. Die Bindungspersonen mit diesen Merkmalen sind wahrscheinlich durch negative Bindungserfahrungen belastet, dazu gehören auch Missbrauchserfahrungen. In Fällen von mütterlicher Depression, Kindesvernachlässigung oder Misshandlung wurden häufiger desorganisierte Bindungsmuster gefunden.

Fazit: Kinder sicherer Eltern sind zumeist sicher an diese gebunden und Kinder von unsicheren Eltern zeigen eher ein unsicheres Bindungsmuster.

Auf der kindlichen Seite gibt es ebenfalls bestimmte Bindungsmuster. Der britische Psychiater und Psychoanalytiker John Bowlby hat die Entwicklung des Bindungsverhaltens in vier Phasen eingeteilt. Die erste Phase reicht von der Geburt bis etwa zur zwölften Lebenswoche. In dieser Zeit signalisiert der Säugling durch Weinen, eine bestimmte Gesichtsmimik und seine vorsprachlichen Kommunikationsfähigkeiten sein Bedürfnis nach Nähe. In der zweiten Phase, die von der zwölften Lebenswoche bis hin zum sechsten Monat reicht, setzt der Säugling seine Orientierung an der ihm vertrauten Bezugsperson fort und sein Bindungsverhalten wird ausgeprägter. Vom sechsten Monat bis etwa zum zweiten bzw. dritten Lebensjahr ist die Bindung in der dritten Phase begleitet von Versuchen der eigenständigen Fortbewegung, wobei aber die abwesende Bezugsperson sehr vermisst wird. Und auf fremde Personen reagiert das Kind in dieser Zeit mit Furcht, Rückzug und Vorsicht. In der vierten Phase, die nach dem dritten Lebensjahr beginnt, ist die Bindung zielorientierter, da das Kind inzwischen Verhalten, Absichten und Gefühle der Bezugsperson besser durchschaut. Die Bindung wird allgemein flexibler.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die frühkindlichen Fähigkeiten zur intrapersonalen Regulation noch sehr begrenzt sind, deshalb ist der Säugling bei der Selbstregulation auf die Unterstützung seiner Bezugspersonen angewiesen. Fehlt diese Unterstützung, kommt es zu einer Verschlimmerung der kindlichen Selbstregulationsprobleme.


Artikel 2:

DAS PHÄNOMEN „VERLORENER ODER ALLEINGEBORENER ZWILLING“

Stellen Sie sich einmal vor, Sie wären zu Beginn Ihres intra-uterinen Lebens nicht allein gewesen und plötzlich verschwindet Ihr Zwilling oder stirbt langsam ab und nur Sie überleben. Welche Gefühle mag das damals in Ihnen hervorgerufen haben? Schuld, Trauer, Angst? Die wissenschaftliche Forschung hat inzwischen nachgewiesen, dass bereits der Fötus ein bewusstes, fühlendes und interaktives Lebewesen ist und die neuesten embryologischen Forschungserkenntnisse haben aufgezeigt, dass es bei über 40 % aller Zeugungen am Anfang zu Zwillings- oder sogar Mehrfachbefruchtungen kommt. Die Amerikanerin Elizabeth Noble, eine führende Kapazität auf dem Gebiet der vorgeburtlichen Psychologie, geht sogar von  80 Prozent aus. Nur ein Viertel aller Zwillingsschwangerschaften wird tatsächlich mit der Geburt von Zwillingen vollendet. Oft tritt das Absterben eines Zwillings in den ersten Wochen der Schwangerschaft auf und bleibt größtenteils unbemerkt, was bedeutet, dass außer dem überlebenden Embryo niemand etwas von dem Vorhandensein eines Zwillings und dessen Tod erfährt.Alle Erfahrungen, die ein Embryo im Mutterleib macht, werden im Unterbewusstsein gespeichert. Erfreuliche und traurige Erfahrungen werden nach der Geburt ins Leben mitgenommen und können sích auf die unterschiedlichste Weise äußern. Unzählige Menschen leiden als Erwachsene z.B. unter Depressionen, wissen und vermuten nicht, dass die eigentliche Ursache für eine diffuse Traurigkeit in dem Verlust eines Bruders oder einer Schwester zu suchen ist, mit dem oder mit der sie ihr intra-uterines Leben begonnen haben. Dieser Verlust kann zahlreiche schwerwiegende Konsequenzen haben, welche die Betroffenen oft ein Leben lang begleiten. Schuldgefühle, Panikattacken, Essstörungen, das unerklärliche Gefühl, nicht ganz zu sein, nie gut genug zu sein, immer für zwei arbeiten zu müssen, oder z.B. ständig auf der Suche nach einem „perfekten“ Lebenspartner zu sein, um Gefühle der Einsamkeit und Traurigkeit zu kompensieren. Wie können alleingeborene Zwillinge dieses in der Gebärmutter erlebte Trauma auflösen? Der erste und wichtigste Schritt besteht darin, es ans Licht zu bringen. Eine mentale Reise in die Gebärmutter im Rahmen einer Hypnose- , Regressions- oder körperorientierten Therapie kann hier Abhilfe schaffen. Der Betroffene durchlebt mit Hilfe und Unterstützung eines geeigneten Therapeuten ein zweites Mal das erfahrene Trauma, hat aber als Erwachsener andere Ressourcen, um damit heilsam umgehen zu können. Sich bewusst zu werden, dass man ein alleingeborener Zwilling ist, erleichtert ungemein und trägt dazu bei, dass krankmachende Symptome verschwinden.

Wenn Sie mehr darüber wissen wollen, kontaktieren Sie unseren Verein PRENATUS e.V. in Erkelenz-Lövenich, Ansprechpartner: Christa Balkenhol-Wright, Tel. 02435-5679927 oder 0177-4156865.

Zu diesem Thema gibt es ein hervoragendes Buch:

"Der allein gebliebene Zwilling" von Peter Bourquin und Carmen Cortés, Innenwelt Verlag



Artikel 3:  BINDUNG

BINDUNG

Wir wissen heute, das die Babys während ihrer neunmonatigen Entwicklungszeit im Mutterleib bewusste, fühlende und interaktive Wesen sind, deren Primärbedürfnis BINDUNG ist. Warum ist die Bindung von Babys, sei es vor der Geburt oder danach überlebenswichtig?

Der englische Kinderpsychiater und Psychoanalytiker John Bowlby begründete in den 1950er Jahren die sogenannte Bindungstheorie, die besagt, dass der Säugling das angeborene Bedürfnis hat, die Nähe, die Zuwendung und den Schutz einer vertrauten Person zu suchen. Die Entwicklung der Bindungsverhaltensweisen beginnt gleich nach der Geburt und dient dazu, bei Bedarf die Nähe zur Bindungsperson herzustellen. Der Säugling sichert sich mit seinem angeborenen Verhaltensrepertoire im ersten Lebensjahr die Nähe seiner Bezugsperson, zu welcher er ein interaktives Bindungssystem aufbaut.

Gut gebunden zu sein, bildet die Grundlage für eine seelisch und körperlich stabile Gesundheit im Erwachsenenalter, denn wer als Baby, vor und nach der Geburt, Schutz, Geborgenheit, das Gefühl von Sicherheit und ganz allgemein Fürsorge erfahren hat, wird später zu stabilen, harmonischen und friedfertigen Beziehungen fähig sein. Bindung als Überlebensstrategie funktioniert über Versorgung, Liebe, Empathie und Kontakt. Die Erkenntnis jedoch, dass diese Bindung bereits seit dem Moment der Zeugung entsteht und sich während der gesamten Schwangerschaft weiter entwickelt und in ihrem ganzen Verlauf gefördert werden kann, belegen viele Forschungen aus den Bereichen Biologie, Psychologie, Genetik, Neurologie und Medizin.

Einer der führenden Neurobiologen Gerald Hüther erläutert die Bedeutung der vorgeburtlichen Erfahrungen und Erlebnisse folgendermaßen: „Während seiner ersten neun Monate lernt ein Kind vermutlich weitaus mehr als im Verlauf seines gesamten späteren Lebens. Und was es bereits vor seiner Geburt – an Bindungserfahrung - gelernt hat, ist offenbar ganz entscheidend für sein späteres Leben.“

Der Verein PRENATUS e.V. bietet kostenfreie Schwangerschaftsberatungen über die Bedeutung von Vorgeburtlichkeit und Bindung an. Nehmen Sie Kontakt zu uns auf, wenn Sie mehr erfahren möchten oder wenn Sie eine unseren Bildungsreferentinnen zu einem Vortrag einladen möchten!


Links zum Thema BINDUNG:

www.vorgeburtliche-eltern-baby-bindung.net

www.bindungsanalyse.de


 


 BONDING ANALYSIS  
  

The BONDING ANALYSIS developed by the late Dr Jenö Raffai, an eminent Hungarian psychologist, is a still new, yet quite revolutionary method of accompanying mothers-to-be during their pregnancy. Dr Raffai worked out clear instructions enabling the pregnant women to get into mental and emotional contact with their unborn babies, the primary objective being to enhance the future mother's bonding capacity and, consequently,  to satisfy the baby's primal needs for feeling accepted, secure, protected, and most of all loved.

The origins of this new approach however were rooted in Dr Raffai's work with and treatment of psychotic young people in Hungary in the 1980s. He discovered that their psychic disturbances had been evolving during the complete period they had spent in their mothers' wombs. What they predominantly lacked was the conscious feeling of their physical boundaries which made it impossible for them to perceive themselves as autonomous beings, and it made them feel devoid of their own self. Dr Raffai clearly detected the connection between their mothers' bonding incapacity - for whatever reasons – and the lack of self-consciousness of those young psychotic patients.

Having understood – like many others before and ever since (to name but a few: Lloyd DeMause, Verny, Rank, Chamberlain, Odent, Janus) - the utmost importance of pregnant women's emotional and mental conditions during the gestation period and their impacts on the babies with special focus placed on the future mothers' bonding capacity, Dr Raffai developed what he called a “preventive” method, first to “analyse” this capacity, strengthening it or in case of bonding deficiencies find reasons for defaults, make women aware of them and thus empowering them to establish a healthy, stable, protective, and supportive bonding relationship with their babies long before their birth. Consequently, securely attached babies in turn are being empowered to develop a healthy self and, later outside their mothers' wombs,  socially and emotionally stable relationships.Prior to his passing away in April last year, Dr Raffai had personally accompanied over 4350 pregnant women in the past 30 years (number of successfully accompanied women worldwide: appr. 7000) allowing him to ascertain that his method had a far-reaching effect not only on the women and their maturity process but overwhelmingly on the development of the baby's personality.

By and by, he inserted the most recent findings of scientific research and prenatal psychology into his method. One of the most striking discovery concerns the so-called cellular memory or consciousness which refers to a kind of preverbal memory, contained within the physical body of experiences that babies gain in the womb and which are transmitted to them by their mothers via chemical and biological processes. All negative and positive feelings the mother-to-be goes through are being transfered to the baby, stress, impacts of violence perpetrated against her, depression, but also feelings of joy, harmony and strength. If e.g. the pregnant woman experiences a trauma generated by the death of her father and her sorrow is unadequately extreme and cannot be handled by her, the unborn baby is being flooded with its mother's stress hormones. If the mother is undergoing the bonding analysis, Raffai's instructions help her to make the baby understand that her sorrow and sadness are hers alone and not those of her baby. This prevents in Raffai's words “the mother's psychopathology to flow into the baby's Self”.

With all the discoveries Dr Raffai made he felt at one point that he needed  to share his knowledge with other people. So, he embarked on teaching his method, first in Hungary then in Germany with the cooperation of Dr Ludwig Janus, the eminent authority in Prenatal Psychology and Psychohistory. So far, they have been training over a 100 bonding facilitators in Germany, Austria and Switzerland in the past couple of years. The participants in their courses come from a large variety of professional proveniences, gynecologists, general practitioners, body therapists, doulas, hypno-birthing therapists, family therapists, psychologists and of course midwives!  Raffai and Janus soon became aware of the fact the the midwives were really predistinated for successfully applying the bonding analysis being the closest caretakers of pregnant women.In Germany, we are now trying to convince those institutions that train midwives to insert the bonding analysis into their degree programs. Other efforts of the same kind are being undertaken in France, Belgium and Switzerland. The OMAEP – World Organisation of National Associations for Prenatal Education is inserting this method into a newly established curriculum for the formation of so-called Prenatal Educators.

Now, how does the bonding analysis process develop? First of all, the bonding analysis should ideally start around the 10th week of pregnancy. In the beginning, a very detailed anamnesis is being recorded including details about the future mother's and father's own pregnancy and birth history, followed by those of their parents and in some cases also of their grandparents. Raffai considers the womb to be a “transgenerational space” in which experienced traumas – e.g. miscarriages, lost twin syndrome, abortions, etc. - are being passed on from generation to generation, traumas that can be dissolved within the secure setting of the bonding analysis. The anamnesis might take up 3 or 4 sessions of appr. 60 minutes.  Dr Raffai established a whole catalogue of questions concerning for example the future parents' relationship, their professional situation, their attitude towards the pregnancy and many more.....

After the thorough anamnesis, bonding facilitator and pregnant woman come together once or twice a week for the so-called “Baby Sessions” during which the mother is induced  to get into a relaxed state – not in a deep trance as with hypnosis - enabling her to attune herself to her baby. She is being instructed how to open a mental dialogue with her baby which is then deepened at every session. The communication between the two can take place via mental pictures, visualisations, verbal messages. Everything that is being sent and said is registered by the baby's mind and body. Scientifically speaking, this communication process is made possible through the so-called mirror neurons which i.a. are the neural basis of the human capacity for emotions such as empathy. After the first series of baby sessions the flow of information and communication becomes more and more intense and the mother develops her intuition about what her baby needs or whether there is something bothering him or her. That way baby's brain is intensely stimulated and it feels that it is perceived and  accepted. These are vital prerequisites for becoming a mature, empathic adult with good bonding abilities.

 

Another vital development for the pregnant woman to undergo while being supported by the bonding analysis is her transformation process in which she leaves her status of still being a child to her own mother in order to become the mother of her own child. A woman's bonding capacity largely depends on whether she has already achieved that very special maturity process.After approximately 25 sessions, the final phase is initiated during which the mother-to-be and her unborn baby prepare the birth process together with the help of Raffai's detailed instructions. The preparation enters its final phase with the general birth rehearsal. The baby is asked for example to check whether the umbilical cord is wrapped around its neck. If that is the case the baby is told how to unwrap it! When being monitored in such a situation by means of ultrasonography the mother could see that the baby actually did what it was being told! The birth preparation sessions also include the very important ritual of separation. The baby is being invited to say good-bye to the intrauterine space it has occupied all those previous months and also explained are the reasons why it becomes necessary for the baby to take its leave from the motherly womb.Later, during the whole birth-giving process, mother and baby continue their mental dialogue. Women who had been accompanied by bonding facilitators reported that in comparison with previous birth-giving processes the one where both, mother and baby, cooperated was easier, faster and a lot less painful. In general, Raffai has noted the following benefits of the bonding analysis for the mother-to-be:

 

  • Reduced occurence of preterm birth - with Raffai 0,2 % compared to the average  9,2% in Germany and 12 % in the US;
  • Reduced risk of obstetrical interventions, especially Cesarean section,
  • Practically no postpartum depression  - with Raffai less than 1% compared to the average 19 %),

 

Benefits for the baby;

 

  • Reduced birth trauma (little crying after birth, well formed heads)
  • Babies appear emotionally stable, socially mature, curious about their surroundings and very friendly to their environment; they demonstrate a lot of self-awareness and self-consciousness;
  • Longer and deeper sleep at night right from the beginning.
A part from that, the bonding analysis can also be very helpful for women outside a pregnancy. For example, if they have problems to conceive or have experienced some kind of traumas such as former miscarriages, preterm births or unexplicable bleedings during former pregnancies. The origins for all these occurances might be found on the transgenerational level. These cases are being discussed during the training courses and the supervision sessions that follow the formation.Another field, still a rather young one where the boding analysis could also intervene, is that of articificial insemination which influences the baby's mental and emotional health differently.

With regard to the training courses it is absolutely mandatory for participants to deal with their own birth experiences and possible traumas. It is often necessary to relive them. Bonding analysis apprentices need to have coped with their own births traumas and healed them in order to become good bonding facilitators.

To summarize, it is of major importance to underline that the bonding analysis is not any kind of therapy or treatment in the medical or psychoanalytical sense. Neither is it a process where  babies are conditioned or anything is imposed upon them. Having been securely bonded even long before birth allows for a an extraordinary and astonishing mental and emotional stability in babies which creates the basis for the later adult to develop its full potentials in a peaceful, non-aggressive way. This is the very core of Raffai's revolutionary approach.The bonding analysis supports and enhances an absolutely natural process where women find their way back to their intuitive feelings and perceptions. And what is more satisfying and rewarding for a bonding facilitator than to accompany such a process!

As Annick de Lamotte, a Belgian widwife said: “First of all, the bonding analysis is the perfect tool to help women traumatised by earlier birth-giving processes to cope with them positively. Secondly, to establish a better relationship between midwife and mother-to-be, and thirdly to get to know the baby itself way before it is born. Last but not least the bonding analysis gives tremendous pleasure!”

Christa Balkenhol-Wright
Bonding Facilitator

Hypnosis and RegressionTherapist

Member of ISPPM Germany and ANEP France
Founder and President of the German National Association PRENATUS e.V.



Vortrag von Christine Strodel-Werneke, Hebamme aus Kleve

Michel Odent „Generation Kaiserschnitt“

Michel Odent beschreibt in seinem, 2014 im Kösel Verlag erschienenen Buch „Generation Kaiserschnitt“, mögliche langfristige Auswirkungen des Kaiserschnitts auf die Gesundheit eines Menschen.

Michel Odent, schon weit über 80 Jahre alt, setzt sich seit Jahrzehnten für nachhaltige Verände-rungen in der Geburtspraxis ein. Michel Odent arbeitete zwei Jahrzehnte als Geburtshelfer in  Nordfrankreich, bevor er nach London zog und ein Institut gründete. Dort baute er eine Datenbank auf, in der Studien zur Physiologie von Schwangerschaft, Geburt und der frühen Kindheit zusammengetragen wurden (dem primären adaptiven System). Ihn interessierte besonders, was ein Kind in der Schwangerschaft, bei der Geburt und im ersten Lebensjahr braucht, um sich gesund zu entwickeln. Der heutigen Geburtsmedizin steht er kritisch gegenüber, denn er ist der Meinung, dass sie den Menschen auf lange Sicht verändern wird.

Ich beschränke mich in meinem Referat auf die zwei Bereiche aus Odents Buch, die für mich im Kreißsaal Alltag von besonderer Relevanz sind:

  • Oxytocin-System (wichtig für Bindung)

  • Mikrobiom (Bedeutung für Stoffwechsel)

  • kulturelle Aspekte der Geburt (man ist ein Kind seiner Zeit)


Um die möglichen Folgen des primären (geplanten) Kaiserschnitts nachvollziehen zu können, ist es zunächst hilfreich die Physiologie der natürlichen Geburt zu verstehen.


Das Oxytocin-System

Der Eingriff in das natürliche Oxytocinsystem bleibt nach Meinung Odents nicht ohne Folgen.

Kurze Übersicht über die Bedeutung von körpereigenem Oxytocin:

Oxytocin ist als Bindungshormon mittlerweile sehr bekannt und seine Wirkung als „Kuschelhormon“ oft erwähnt.

Der Oxytocinspiegel steigt bei Mutter und Kind im Laufe der Schwangerschaft an. Es ist bisher nicht eindeutig geklärt, ob mütterliches Oxytocin bei der Auslösung der Geburt eine Rolle spielt. Bekannt ist bisher lediglich, dass das  Oxytocin aus dem HHL des Kindes zum Beginn und Unterhalt der Wehen beiträgt. Oxytocin wird pulsatil ausgestoßen und hat eine kurze Halbwertszeit von ca. 3 Minuten. Danach verschwindet es fast vollständig. Dies hilft die Sensitivität der Oxytocinrezeptoren zu erhalten. Die mütterliche Oxytocinausschüttung steigt erst mit dem Beginn der Austreibungsphase stark an (starke Dehnung der Vagina, und der Druck des kindlichen Kopfes auf die Beckenbodenmuskulatur, lösen den Fergusonreflex aus).

Nach der Geburt weisen Mutter und Kind sehr hohe Oxytocinspiegel auf. Diese unterstützen zum einen das Bonding zwischen Mutter und Kind und bereiten den Stillbeginn vor, zum anderen fördert es die Kontraktionsbereitschaft der Gebärmutter. Die Kontraktion der Gebärmutter ist wichtig, damit sich die Plazenta löst und ausgestoßen wird und dass starke Nachblutungen vermieden werden.

Noch bis in die 1960er Jahre war eine Frau bei der Geburt und im Wochenbett auf ihr körpereigenes, gut funktionierendes Oxytocin-System angewiesen. Mittlerweile wird in Verlauf einer Geburt fast schon routinemäßig synthetisches Oxytocin  eingesetzt. Das bleibt nicht ohne Folgen. Das synthetische Oxytocin blockiert die Oxytocinrezeptoren im Körper der Frau. Anders als bei der pulsatilen natürlichen Oxytocinausschüttung wird synthetisches Oxytocin über eine Dauertropfinfusion verabreicht. Dadurch fehlen die Oxytocinpausen, was die Ausschüttung von köpereigenem Oxytocin reduziert.

Anmerkung: Es gibt durchaus Situationen in denen der Einsatz von synthetischem Oxytocin wichtig und sogar lebensrettend sein kann z.B. bei Nachblutungen.

Manche Wissenschaftler gehen davon aus, so sagt Odent, dass Organe oder physiologische Systeme, die wenig genutzt werden, von Generation zu Generation schwächer ausgebildet werden. Das Oxytocin-System ist ein Beispiel dafür. Er geht davon aus, dass die Fähigkeit ein Kind stillen zu können abnehmen wird.

Auch den Mangel an Empathiefähigkeit  führt Odin unter anderem auf unzureichend ausgebildete Oxytocin Systeme zurück.  Die Auswertung von über 70 Studien zu  Persönlichkeitsmerkmalen von amerikanischen Studienabgängern, zeigte, dass die Fähigkeit empathisch zu sein, seit den vergangenen 20 Jahren stetig abnimmt. Odin bringt das in Zusammenhang mit der sehr hohen Kaiserschnittrate in Amerika. Odin vermutet, dass die Schwächung der Oxytocin bildenden Systeme mit der Zunahme der Kaiserschnitte einhergeht. In der Regel werden die Kaiserschnitte vor dem natürlichen Wehenbeginn durchgeführt. Die körpereigene Oxytocinausschüttung ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht hoch. Ein weiterer Eingriff ins natürliche Oxytocinsystem erfolgt während des Kaiserschnittes, zur Vermeidung von Nachblutungen werden üblicherweise höhere Dosen von synthetischem Oxytocin verabreicht.


Abkehr von einer geduldig abwartenden Geburtshilfe

Nicht nur beim Kaiserschnitt wird großzügig synthetisches Oxytocin verabreicht. Bei langsamem Geburtsfortschritt und zur Blutungsprophylaxe in der Nachgeburtsphase kommt Oxytocin zum Einsatz.

Geburtsumgebung:

Das Umfeld, in dem eine Frau ihr Kind zur Welt bringt, hat einen großen Einfluss auf ihr Oxytocinsystem. Körpereigenes Oxytocin ist ein scheues Hormon, dessen Ausschüttung gedrosselt wird, wenn die Geburtsumgebung als nicht sicher empfunden wird. Fühlt sich eine Gebärende unwohl am Geburtsort, dominieren Stresshormone. Die Folge davon: Einsatz von synthetischem Oxytocin…..

Jede Frau braucht ein gewisses Maß an Privatsphäre für die Geburtsarbeit. Odin findet es nicht hilfreich, dass Männer (seit den 1970 er Jahren) zur Geburt mitkommen.

Um eine physiologische Geburt zu ermöglichen sollten alle Außenreize, die den Neokortex aktivieren, auf ein Mindestmaß reduziert werden. Die Geburt braucht eine Umgebung in der sich die werdende Mutter gut aufgehoben fühlt.

  • sie sollte sich unbeobachtet fühlen. Odin kritisiert die Umstände, dass heutzutage der Partner und andere Begleitpersonen zur Geburt mitkommen. Der Gebärenden fällt der nötige Kontrollverlust schwerer, denn sie möchte sich nicht von einer unattraktiven, schwachen Seite zeigen…

  • sie braucht ein Gefühl von Sicherheit, dafür genügt laut Odin eine erfahrene Hebamme.

  • rationale Sprache sollte vermieden werden während der Wehen, deshalb empfiehlt Odin eine schweigsame Hebamme.

  • gedämpftes Licht verringert die Aktivität des Neokortex.

Wenn eine Frau in den Wehen „auf einem anderen Planeten“ zu sein scheint, bedeutet das, dass der Neokortex keine Kontrolle mehr hat. Sie benimmt sich auf eine Art, die bei einer zivilisierten Frau nicht akzeptiert wird – sie schreit, flucht, schimpft und kann unhöflich sein. Außerdem begibt sie sich in ihrer Geburtstrance in Positionen (Vierfüßlerstand usw.), die einen positiven Geburtsverlauf unterstützen können.

Ein Beispiel dafür ist die Übergangsphase der Geburt. In der Zeit in der sich der Muttermund geöffnet hat und das Kind sich schon tief ins Becken der Mutter gearbeitet hat, entsteht vor allem bei den Erstgebärenden eine natürliche Wehenpause. Es entsteht eine Pause bis die mütterliche Hypophyse beginnt mehr  Oxytocin freizusetzen  In dieser Phase der Geburt sind die Frauen in die „Geburtstrance“ eingetaucht– sie nehmen das Umfeld nicht mehr wahr. Andere  wollen aufgeben und fordern einen Kaiserschnitt, oder haben das Gefühl sterben zu müssen. Ob in Trance oder Verzweiflung – die Frau muss eine Grenze überschreiten. Sie nimmt die letzte Hürde um Mutter zu werden. Für das Kind ist diese Zeitspanne ebenfalls von Bedeutung. Es hat Gelegenheit sich vor den letzten kraftvollen Austreibungswehen „auszuruhen“. Was vermutlich als physiologischer Prozess in den Menschen eingewoben wurde, wird in der heutigen Geburtshilfe außeracht gelassen. Entsteht diese sinnvolle Pause im Geburtsverlauf, wird die Wehentätigkeit durch den Einsatz von synthetischem Oxytocin angeregt.

Kulturelle Aspekte der Geburt

Heutzutage gilt, dass es für die Geburt Unterstützung von außen braucht (Arzt, Hebamme, Partner, Freunde). Odent ist der Ansicht, dass wir dabei allzu oft die natürlichen Bedürfnisse einer Frau während der Geburt durch unseren übersteigerten Aktionismus stören. Er nennt das eine kulturelle Konditionierung, deren Botschaft lautet: du kannst dein Kind alleine nicht gebären.

In den 1950er Jahren war das Rooming-in kein Thema. Mütter fragten nach der Geburt nicht nach ihren Kindern. Es war für sie völlig normal, dass sie der Fürsorge anderer bedurften. Überall auf der Welt gibt es Rituale unmittelbar nach der Geburt, bei denen massiv in die Hormonausschüttungen von Mutter und Kind gestört werden (grelles Licht, kaltes Wasser, laute Gesänge). In den ersten Lebensstunden nach einer natürlichen Geburt schütten der Körper der Mutter und der des Kindes sehr große Mengen an bindungsfördernden Hormonen aus.

Odents These: Man wollte den mütterlich-aggressiven Schutzinstinkt neutralisieren. Natürlichen Mutterinstinkt erlebt jeder, der versucht einer Gorillamutter ihr Neugeborenes wegzunehmen.

Erst in Lauf der vergangenen 40 Jahre begann man sich in der westlichen Welt, nach einer Reihe wissenschaftlicher Studien, darüber klar zu werden, dass ein neugeborenes Menschenkind ein Grundbedürfnis nach Nähe mit seiner Mutter hat.

Das Mikrobiom oder Mikroben machen Menschen

Die Mutter vererbt ihrem Kind nicht nur ihr Genom, sie überträgt  ihm in gewissen Maßen auch ihr Mikrobiom.

Die Rolle der Darmflora für das menschliche Immunsystem, ist ein relativ neues Forschungsfeld. Es gibt Studienergebnisse, die vermuten lassen, dass die „Erziehung“ des Immunsystems bereits beim Fötus beginnt und durch die Darmflora der Mutter geformt wird. Dieser Prozess bereitet das Ungeborene auf die Flut von Mikroben vor, mit denen es sich nach der Geburt auseinander setzen muss.

Denn nach der Geburt muss einem Neugeborenen ein Spagat gelingen. Es muss Millionen nützlicher Bakterien im Darm ansiedeln und gleichzeitig muss verhindert werden, dass Krankheitserreger in die Darmwand eindringen. Bei der Geburt gelangt das Kind aus einer nahezu sterilen Umgebung plötzlich in eine Welt voller Bakterien.

Ein gut vorbereitetes Immunsystem verhindert, dass aus nützlichen Bakterien schädliche Keime werden. Bei Diabetes beispielsweise ist das Miteinander der Bakterien im Darm gestört. Die Abfolge der Bakterien, die den Darm besiedeln ist entscheidend für eine gesunde Darmflora. Sie legen den Grundstein für die künftige Darmflora. Beim Neugeborenen siedeln sich die Darmbakterien an, mit denen es im Geburtskanal Kontakt hatte – es gleicht dem Mikrobiom der Mutter. Die Welt durch die bakterienreiche Zone der Vagina zu betreten ist für Neugeborene eine Art Garantie, mit freundlichen Keimen besiedelt zu werden. Die Vaginalflora der Frau  verändert sich im Lauf der Schwangerschaft zugunsten nützlicher Bakterien. Das bedeutet, dass sich der Körper der Mutter präpariert  für eine möglichst günstige Keimbesiedelung des Neugeborenen.

Die Situation beim primär geplanten Kaiserschnitt ist eine komplett andere. Das Kind hat  Kontakt mit einem ganz anderen Keimspektrum. Bei einer Kaiserschnittrate von 30 % (in manchen Privatkliniken in Brasilien bis zu 80 %), fehlen einem Drittel aller Neugeborenen diese günstigen Mikroben aus dem mütterlichen Vaginalsekret. Die fehlende natürliche Keimbesiedelung bei einer Sectio erhöht das Risiko an Diabetes, Adipositas, Allergien und Asthma zu erkranken. Weiter greift auch der großzügige Einsatz von Antibiotika während der Geburt in die Zusammensetzung des Mikrobioms ein. Es gibt aber durchaus auch schützende Systeme. Im Vergleich zu anderen Säugetieren überträgt die menschliche Plazenta sehr effektiv Immunglobuline G (IgG). In  Studien konnte nachgewiesen werden, dass sich das Immunglobulin A (IgA) der Muttermilch an Darmbakterien binden kann und auf diese Weise zur Entwicklung einer gesunden Darmflora beiträgt. Anhand des Mikrobioms lässt sich noch Wochen nach der Geburt der Geburtsmodus nachweisen.


Für eine gute immunologische Anpassung ist aber nicht nur der Geburtsmodus entscheidend. Beobachtungsstudien zeigen bei Kindern, deren  Mütter in der Schwangerschaft hoher Stressbelastung ausgesetzt waren, auch eine verminderte immunologische Anpassung. Sie haben ein erhöhtes Allergierisiko.

Laut Odin gibt es in der Entwicklung eines Menschen „kritische Zeiträume“. Das bedeutet, dass durch ein Ereignis in einer bestimmten Zeitspanne, die Entwicklung eines Menschen mehr beeinflusst werden kann, als in einer anderen.

Beispiele für kritische Zeitspannen:

  • Stoffwechsel (Diabetes, Adipositas), Allergie = fötale Zeit

  • Fähigkeit zur Empathie = Geburt

  • Asthma = Zeitspanne der Geburt, Antibiotika und Sectio vor Wehenbeginn





First published in: The Neuropsychotherapist Vol 5 Issue 9, September 2017

Neurobiological Underpinnings of Bonding Analysis

Christa Balkenhol-Wright

In the late 1980s, an eminent Hungarian psychotherapist, the late Dr. Jenö Raffai, developed a revolutionary new method he later called Bonding Analysis with which he accompanied pregnant women throughout their pregnancy, enabling the mothers-to-be to get into mental and emotional
contact with their unborn babies. The primary objectives were on the one hand to satisfy the baby’s primal needs for bonding—that is to say, for feeling accepted, secure, protected, and most of all loved—and on the other hand to enhance the future mother’s bonding capacity.

The Origins of Bonding Analysis

The origins of this new approach were rooted in Dr. Raffai’s psychoanalytical treatment of
a particular psychotic youth. Dr. Raffai discovered that the youth’s psychic disturbances could
be traced back to the time he had spent in his mother’s womb. What he predominantly lacked
was the conscious feeling of his physical boundaries, which made it impossible for him to perceive
himself as an autonomous being, making him feel devoid of having a body of his own. Searching for the causes of these phenomena, Raffai found out that the youth’s mother had suffered the loss of her husband during the pregnancy. Instead of mourning that loss in an adequate way she had transferred this trauma to her unborn baby, considering it thenceforward to be an integral part of her own body and not wanting to let it go, so she would not lose it as she had lost her husband.
At that moment the development of the baby’s self-perception of its physical boundaries came to a standstill. Raffai explained that by transferring that image to her baby it stopped perceiving itself as an autonomous being. The baby could no longer differentiate between its own body sensations, feelings, and cognitive processes and those of its mother. The development of an autonomous self can only take place if the baby perceives its own self on the basis of the image that has developed in the mother’s consciousness; this is imperative for allowing the unfolding of fetal self-awareness (Raffai & Hidas, 2010).


Prenatal Bonding


To be mirrored necessitates the existence of another person, which form the basis of a relationship. With regard to the prenatal and postnatal relationship between mother and child, the two appropriate terms are bonding (on the mother’s side) and attachment (on the baby’s side). Raffai concentrated his work on developing a method of analyzing the bonding capacity of pregnant women and then worked towards strengthening it; in cases of poor bonding, he would endeavor to find the reasons for this and then make the women aware of the problem, thus empowering them to establish a healthy, stable, protective, and supportive bonding relationship
with their babies long before their birth. In this way the securely attached babies were themselves being empowered to develop a healthy self, and later, outside their mothers’ wombs, socially and emotionally stable relationships. The primary focus of Raffai’s work was the utmost importance of the emotional and mental states of pregnant women during the gestation period and their impact on the babies. Bonding is the baby’s most essential primal need because when fulfilled it secures its survival. The infant behaves in ways that elicit contact or proximity to the caregiver—in most cases the mother. The newborn baby possesses the necessary innate instinct to use a certain behavioral repertoire, transmitted via genetic programming and the transfer of intergenerational experiences, to ensure that its primary caregiver provides food and conveys feelings of protection and affectionate support when catering to its needs (Hüther, 2006).


Prenatal Bonding: Its Importance, Functioning, and Neurobiological Processes


The essential questions are now, first, why is prenatal bonding more important than the bonding that starts after birth, as is still a common assumption among the public at large? Second, how does prenatal bonding work? And, last but not least, what are the neurobiological underpinnings of prenatal bonding and its impact on the developing brain? The answer to the first question is given by Professor Gerald Hüther, a renowned German neurobiologist and brain researcher: the first bonding, which actually starts at conception, is the very first and earliest bonding experience of every human being and serves as an internal working model for all future relationships (Hüther, 2006). Hüther’s model is based on the expectation/ assumption that others are trustworthy, that one sees oneself as valuable, and that this self is effective when interacting with others. Furthermore, and as essential as the first reason, prenatal bonding definitively has the greatest positive effect on the development of the fetal brain, especially the limbic system and the brain stem. The system that controls the bonding behavior is situated in the orbitofrontal cortex of the right-brain hemisphere. This region harbors the circuitry between the lower emotional areas and the higher cognitive regions—the place where cognitive and emotional processes are integrated and coordinated. It has been shown, for example, that emotional negligence and child abuse lead to a reduction in the growth of synapses within the orbitofrontal cortex. (The synapses are the linking elements within the neuronal networks; information is transported from cell to cell by neurotransmitters.) The orbitofrontal cortex represents the highest level of behavioral control and regulation of limbic excitation, including the newborn’s capacity for self-regulation (Hüther, 2012).


The prenate’s brain development starts as early as the 18th day after conception with the formation of the neural tube that will grow during the next six weeks into the main brain structures of cerebellum, thalamus, basal ganglia, and cerebral cortex. Every day, around 700 new synaptic connections are formed in the prenate’s brain, creating altogether around 60 million new neuronal networks per day. The baby is born with approximately 100 billion neurons while the adult brain consists of hundreds of billions of neurons connected via thousands of billions of neural synapses that determine our cognitive, emotional, and behavioral processes. The more synapses a human brain has the more complex and differentiated its  neuronal networks will be. The setting up of the highly complex interconnected neuronal networks—comprising all cognitive and psychological processes linked by neuro-electrical and neuro-chemical activity—begins in the womb. Genetic information constitutes the basis for the development of the nervous system, but the neuronal connections may be influenced by negative factors such as maternal stress and alcohol or drug abuse. Neural networks can also be altered with the help of effective early bonding experiences that subsequently have a positive impact on the development of a child’s adult personality. Neuronal circuits are extremely plastic, which means they can easily adapt to new circumstances. Professor Hüther (2008) explains the function of the synaptic connections in the following way. They turn into inner representations (mental pictures) that ingrain themselves into the baby’s brain. With every new image the baby expands its knowledge about the world outside its mother’s womb so that the moment it is born it already possesses a vast amount of these mental images and associative connections. This experience also helps the baby to form a positive interior maternal image that is not only linked to the visual cortex but is also associated with her special voice and scent and is especially marked by their common experiences. The more positive internal images the mother conveys to her baby the more anchored and consolidated that kind of experience becomes in the prenate’s brain (Hüther, 2008).


How does Raffai’s bonding analysis work?

Communication between mother and baby takes place via mental pictures, visualizations, and verbal messages. Everything that is being sent and said is registered by the baby’s mind and body. This communication is made possible through mirror neurons, which form the neuronal basis of the human capacity for emotions such as empathy. After the first series of baby sessions the flow of information and communication becomes more and more intense and the mother develops intuition for her baby’s needs. That way the baby’s learning ability is enhanced and its brain intensely stimulated (Balkenhol- Wright & Karrasch, 2017). Another channel through which mother and baby communicate is via the different brainwaves—alpha, delta, and theta waves. At the root of all our thoughts, emotions, and behaviors is the communication between neurons in our brains. Brainwaves are produced by synchronized electrical pulses resulting from masses of neurons communicating with each other. Alpha brainwaves open the door to meditative states and facilitate the visualization of mental images: they aid overall mental coordination, calmness, and mind/body integration. Delta brainwaves are generated in deepest meditation and dreamless sleep: they suspend external awareness and are the source of empathy. Theta brainwaves are dominant in sleep and deep meditation: they open the gates to learning and memory. When these waves are active our senses are withdrawn from the external world and focused on signals originating from within. Vivid imagery is enhanced, and intuition and information beyond our normal conscious awareness are being activated. This is exactly what happens when a pregnant woman is gently led into a meditative state during bonding analysis sessions.


The Impact of Maternal Stress During Pregnancy


In all the years Raffai accompanied pregnant women he saw that the majority of them were to a greater or lesser extent in situations of stress. How does stress affect the development of the prenate’s brain? If the unborn baby is flooded by its mother’s stress hormones, or if the mother’s anxiety is transferred to the baby for a long period of time, then the baby might not be able to structure and understand the outside world. Consequently, if there is no mental or emotional connection with the mother, the brain’s structuring process is at risk of being destabilized or even regressing. The baby thus experiences a feeling of its own coping disability and incompetence whereupon both are structurally anchored in its brain instead of a positive sense of capacity and competence. Maternal stress during pregnancy has numerous other negative impacts on the developing brain, for example, it can lead to disorders of the hormone production of the hypothalamus, the hypophysis, and the adrenal glands—the so-called HPA axis. The constant arousal of the HPA axis eventually leads to an impairment of the immune system as the higher level of cortisol hampers the genes that are responsible for the production of immune transmitters (Balkenhol-Wright & Karrasch, Christine, 2017).


During the bonding analysis sessions, the bonding facilitator and the mother-to-be search for the factorsor circumstances that may be causing the stress, and then together they work out ways and means to deal with it in order to relieve the pregnant woman’s tension and consequently that of her baby. This also helps to put new impulses into the baby’s brain.


The Impact of Prenatal Influences: A Case History


To ascertain the role of prenatal influences on the unborn child, researchers have for some time been using the experimental technique of cross-fostering to determine how far both prenatal and postnatal environmental factors interact with genetic disposition (nature vs. nurture). Hüther (2012) describes one experiment in which they changed the offspring of two rat mothers immediately after birth. One rat mother had proved to be especially competent and caring with a previous litter whereas the other had treated her offspring in a rather negligent and incompetent way. The result was clear: to turn into a caring mother does not necessitate a genetic disposition but very early positive experiences. The researchers then carried out further experiments to verify whether cross-fostering yielded the same results under intrauterine conditions. They transferred female rat embryos almost immediately after fertilization, using distinct phyla—the first one appeared to be very cautious when experiencing new surroundings and the second one possessed good spatial orientation skills. Later, after birth and when grown up, the rats behaved in the same way as the mothers that had born and reared them. The experiment clearly showed that intrauterine experiences prevail (Hüther, 2012).


The extent to which these findings could be appliedto the human species might be demonstrated by the case history of Annette, a 24-year-old German student, who began bonding analysis in the 13th week of her pregnancy (Balkenhol-Wright & Karrasch, 2017). At the time she began the sessions, she did not like or accept the idea of being pregnant. She had had a brief relationship with another student who, when learning about the pregnancy, was deeply appalled and furiously demanded an abortion. So, the first inner picture the fetus received was that of utter rejection from both sides, mother and father. According to Rien Verdult, a Belgian psychotherapist who specializes in the treatment of emotional problems rooted predominantly in life before and immediately after birth, this very early rejection is one of many formative traumas that the unborn baby may suffer at the beginning of its intrauterine life (Verdult, 2014).


Annette had also considered having an abortion, but being a Roman Catholic she finally decided against this course of action. However, Annette’s inner deliberations about having an abortion reached the unborn baby and caused a second trauma; and when she told her parents about the pregnancy, her mother in particular reacted quite violently and said that she should give the baby up for adoption immediately after birth. It turned out, during the course of the bonding analysis, that Annette’s mother had never liked her daughter; in fact, she had always expressed disappointment at having had a daughter first, and had clearly given preference to Annette’s younger brother. So it seems that rejection ran in the family, and when Annette learnt that she was expecting a baby girl, she felt deep despair and even panic. With the help of the special techniques of the bonding analysis elaborated by Raffai, and in the course of an intense developmental and maturation process, Annette eventually succeeded in accepting her womanhood and hence her motherhood. Raffai’s objective that the pregnant woman should stop being “her mother’s child” in order to become the mother of her own child was achieved (Raffai & Hidas, 2010). Thus Annette no longer saw her baby as an enemy (a sort of culprit that had ruined her life) and by the end of the bonding analysis sessions she even perceived her baby girl as an ally. During the inner dialogues, Annette established affectionate contact with her baby: in her mind’s eye she took her baby in her arms, caressed and cuddled it, and most importantly, smiled at it. She conveyed all those images to her baby through the channels previously explained. Moreover, by doing so, she also triggered firing of the mirror neurons in her baby’s brain! Through her mother’s mirroring the prenate internalizes and assimilates the image that reflects her mother’s perception of her, allowing her to build a positive representation of her own self. This kind of emotional attention also has a positive influence on the formation of neuronal connections and synaptic circuitry. Accepting the baby—especially when accompanied by affectionate feelings—is a very strong bonding experience that forms the neurological basis of the baby’s capacity to enter into emotionally solid relationships later in adult life (Balkenhol-Wright & Karrasch, 2017).


Translating Annette’s transformation into neurobiological terms, the transformational processes that took place in Annette’s baby’s brain can be described as follows. First, the baby’s brain was flooded with negative inner images of rejection, but as Gerald Hüther so expertly explains, the brain’s plasticity always allows for change, so that new positive images can be superimposed. Before the integration of any new image can occur, however, the corresponding brain regions develop a state of excitement that spreads into the lower subcortical centers, and these function to alter the excitability of the higher cortical neurons via the release of neurotransmitters. This process generates a state of focused attention that allows the brain to integrate a new image into the brain’s repertoire of inner images by superposing it on a former negative image. As more positive inner images reach the brain, the more stable and consolidated the neuronal pathways become (Strüber, 2016). Over time, the structural pattern of neurons and dendrites forms a matrix with which all subsequent neurons and dendrites align. For Annette’s baby this meant that
the moment Annette started to convey positive images of herself as a caring and affectionate mother the former negative images of rejection faded away. Of course, it cannot be precluded that vestiges of these negative images will remain or that they may be triggered when a situation arises similar to the negative one that was first experienced. However, as the bonding process between baby and mother continues to build, it enables the baby to form long-lasting coping strategies for dealing with stressful situations on the basis of the earlier experienced acceptance, support, empathy, affection, and understanding (Hüther, 2008).


Today, Annette describes her 18-month-old daughter as a lively, easy-going, affectionate little girl who is very creative, eager to discover her surroundings, and appears quite self-contained. This case history, as well as the many other babies whose mothers have been accompanied by the bonding analysis, is the living proof that this method is an excellent tool that can help prevent the later onset of affective disorders such as anxiety or depression, amongst others.


Further Prenatal Traumas


There are two other instances of prenatal trauma that are worth mentioning, the first clearly being the birth process itself which every human being inevitably has to go through, and the second is an experience that can cause lifelong sadness and depression and concerns the loss of one or more siblings especially at the beginning of the intrauterine life. Peter Bourquin, a specialist in family constellations, reports on the research of biologist and geneticist, Charles Boklage (see Bourquin & Cortés, 2016). Boklage shows that 12% of all fertilized eggs produce multiple pregnancies; of these, 76% dissolve completely, 22% end up in a single pregnancy, and about 2% lead to the birth of twins. This means that for every twin birth there are at least 10 babies that started their intrauterine life as a twin but were born as a singleton, having lost a brother or sister early in their intrauterine life (Bourquin & Cortés, 2016).


The most tragic part of that experience is that the withering away of one of the twins often happens during the first trimester of the pregnancy—that is to say at a time when the disappearance of one fetus goes mostly unnoticed by the pregnant woman. No-one else but the remaining baby suffers that loss, and that means losing the most important person in its life, a person that is even more important than the mother as scientists specializing in twin research have found.


Every psychotherapist who has a long experience of treating adult patients suffering from depression of various degrees of intensity caused by the loss of a beloved person knows how devastating this loss can be. It does not take a lot of imagination to conceive the impact of such a loss on the prenate. Extremely strong feelings are being triggered, on one side feelings of utter loneliness, abandonment, yearning and mourning, but on the other side also, feelings of guilt (Did I kill him/her? or Why couldn’t I save him/her?), fury (Why was I left behind?), and even the terror of dying too. All these strong feelings have a deep, formative impact on the neurogenesis of the limbic system that may lead to a state of shockinduced paralysis.


In his book, Raffai describes how pregnant women gained that kind of experience, actually receiving the image of their unborn baby crouched in the womb, often motionless, not able to react to the mother’s trying to get into mental contact. In a number of cases the loss of a twin was represented in the womb by a black spot and the surviving baby avoided moving to that place (Raffai, 2015).


Obviously no research is possible on a prenate’s brain’s reaction to the loss of a twin, but by extrapolating the results of research carried out on the adult brain it can be assumed that identical processes take place in the unborn baby’s brain, even with greater intensity, as the baby has not yet developed appropriate resilience and cognitive, emotional, and behavioral coping strategies to handle such a traumatic experience. Research on adults’ mourning has shown that the longer the mourning period goes on, eventually turning into a deep depression, the neurogenesis of the hippocampus comes to a standstill, and massive disorders arise in the same neuronal circuitry that also reacts to stress, the most important being the HPA axis. The hypothalamus produces too much corticotropin releasing factor (CRF), which in turn causes the pituitary gland to release adrenocorticotropic hormone (ACTH), which again stimulates the adrenal cortex to produce the stress hormone cortisol. So the same operating processes are going on in the prenate’s brain, whether due to maternal stress or the loss of a twin brother or sister (Roth & Strüber, 2015).


If in the course of the bonding analysis sessions the bonding facilitator has indications that the pregnancy may have started as a twin or even as a multiple, the pregnant woman is invited to mentally visualize her uterus and to see whether she finds traces of a twin loss (often taking on the form of a dark spot as Raffai found in a number of cases). In this instance, Raffai’s corresponding instructions are clear and quite simple. The mother-to-be is to explain to her baby that she has become aware of the loss and then she invites her baby to mourn with her. In many cases the baby reacts positively and Raffai actually experienced that babies had woken from their stupor-like state. The baby then gains the experience that its feelings of sorrow are perceived and mirrored. This process, made possible due to the brain’s plasticity, contributes to building resilience and strengthens the acquisition of the coping capacities mentioned above (Raffai & Hidas, 2010).


With regard to the trauma of twin loss, the use of assisted reproductive technology may produce a large number of traumatized babies caused firstly by the conception that takes place in the totally sterile surroundings of a laboratory and then eventually by what is known as embryo selection. In these cases also, bonding analysis can similarly be used as a beneficial technique to offset the sequelae of these kinds of traumatic experience (Balkenhol-Wright & Karrasch, 2017).


Birth trauma is another broad topic that requires a comprehensive analysis and description. Suffice it to say here that the birth process elicits enormous fear, even mortal fear, especially if the umbilical cord happens to hamper the baby’s progress through the birth canal. The most vital and most helpful part of Raffai’s bonding analysis concerns the birth preparation sessions where mother and baby go through an intense and repetitive rehearsal of the birth procedure together. Birth thus becomes team work, giving the baby a strong feeling of security and support through constant contact with its mother (Raffai, 2015).If for medical reasons a caesarean must be performed, mother and baby again prepare for this surgical intervention together, thus preventing the horror experience of the baby being abruptly extracted from the mother’s womb. By the way, researchers have found out that the genetic expression of babies born naturally differs in some special respects from that of babies brought into the world via a caesarean operation (Hildebrandt, 2015).


Neurobiological Underpinnings of Bonding Analysis


Finally, this leads to the answer to the last question: What are the neurobiological underpinnings of bonding analysis? The genetic program of the human genome determines the brain’s structural blueprint. The function-related structuring, however, is primarily the result of the interaction of the prenate’s cells with the maternal organism and her metabolites. The maturation process of
the baby’s organs is the result of the dialogue between fetal and maternal cells. The pregnant woman communicates with her environment, taking in countless substances and experiences that are transferred to the fetus through different channels. Especially the way a pregnant woman deals with stressful situations shapes the control functions of the prenatal brain and may consequently change the baby’s gene expression.


Moreover, one of the most prominent features of the human brain is its plasticity (or neuroplasticity), which allows the brain to develop adaptive capacities under various environmental conditions. As already explained, the earliest bonding experiences are being memorized in the prenate’s cells. One of the most striking scientific discoveries concerns what is known as cellular memory, or consciousness, which refers to a kind of preverbal memory contained within the physical body of experiences that babies gain in the womb and which are transmitted to them by their mothers via chemical and biological processes. All negative and positive feelings the mother-to-be goes through are transferred to the baby—stress, impacts of violence perpetrated against her, depression, but also feelings of joy, harmony, and strength. Maternal care influences the formation of neurological structures in the prenate’s brain, releasing endogenous neurotransmitters such as endorphins and oxytocin, considered the most efficient bonding hormone. The oxytocin system is the neurobiological mechanism responsible for the regulation of multifaceted social behavioral patterns and the bonding capacity. Higher doses of oxytocin, for example, reduce the quantity of stress hormones, increase social interactions, and enhance bonding behavior (Balkenhol-Wright & Karrasch, 2017).


To sum up, therefore—genes and the environment (that is to say, the intrauterine conditions) interact with each other; in other words, genes determine the effect of all experiences, and these experiences in turn determine which genes are activated. The prenate’s overall learnings, its bonding experiences in particular, are the main prerequisites for an enhanced brain development and serve as a working model for successfully managing social interactions throughout life/in later life.


Bonding analysis can be considered a very effective and beneficial instrument that serves to enhance the healthy development of the fetal brain throughout the nine months of intrauterine life. It strengthens the bonding between mother and baby by fostering the pregnant woman’s bonding capacity. It is also a preventive method in the sense that it allows for the baby’s acquisition of strong coping skills, healthy behavioral patterns, and resilience mainly by promoting the creation of a great  variety of neuronal pathways and synaptic connections in the brain.


References


Balkenhol-Wright, C., & Karrasch, C. (2017). Mit Deiner Liebe wächst meine Seele [Your love
makes my mind and soul grow]. Zetel, Germany: Einklang Verlag.
Bourquin, P., & Cortés, C. (2016). Der allein gebliebene Zwilling. Köln, Germany: Innenwelt
Verlag.
Hildebrandt, S. (2015). Schwangerschaft und Geburt prägen das Leben. Heidelberg, Germany:
Mattes Verlag.
Hüther, G. (2006). The compassionate brain: How empathy creates intelligence. Boston, MA:
Shambhala Publications.
Hüther, G. (2008). Die Macht der inneren Bilder. Göttingen, Germany: Vandenhoeck & Ruprecht.
Hüther, G. (2012). Vorgeburtliche Einflüsse auf die Gehirnentwicklung [Lecture at the University
of Göttingen, Germany]. Retrieved from www.gerald-hüther.de
Raffai, J. (2015). Gesammelte Aufsätze. Heidelberg, Germany: Mattes Verlag.
Raffai, J., & Hidas, G. (2010). Nabelschnur der Seele. Giessen, Germany: Psychosozial-Verlag.
Roth, G., & Strüber. N. (2015). Wie das Gehirn die Seele macht. Stuttgart, Germany: Klett-Cotta.
Strüber, N. (2016). Die erste Bindung. Stuttgart, Germany: Klett-Cotta.
Verdult, R. (2014). Birth Psychology. Presentation at the annual Bonding Analysis Conference,
Cologne, Germany.

Christa Balkenhol-Wright has a Master’s Degree in Translation from the University of Geneva,
Switzerland.  She lectures at various universities, teaching Biotechnology, Biomedical Engineering, Chemistry, Academic and Scientific Writing.
Christa is a bonding facilitator, with expertise in prenatal psychology and hypnotherapy.
She is founder and chair of PRENATUS e.V (http://prenatus-ev.de/Impressum/).
She is the author (with Christine Karrasch) of "Mit Deiner Liebe wächst meine Seele" [Rough
translation: Your love makes my mind and soul grow]. The prenate’s life and experience. Bonding
analysis in theory and practice: A method to promote prenatal bonding (Einklang Verlag,
Zetel, Germany, published in December 2017).
For more information about bonding analysis and Prenatus e.V, please contact Christa at
Prenatus-ev@gmx.de or kriba@gmx.net